Andacht Juni 2020

Liebe Geschwister, liebe Freunde,

wer kennt diesen Ausspruch nicht - „Ich bin eben ein Gewohnheitsmensch“?! Wir alle haben gute und auch leider schlechte Gewohnheiten. Es geht nicht nur darum, wie wir unsere Haare kämmen oder unsere Schränke einräumen. Gewohnheiten können auch bestimmte Handlungs- und Denkmuster sein, die wir automatisch in bestimmten Situationen abspulen. Gute Gewohnheiten geben uns eine gewisse Festigkeit und Verlässlichkeit im Leben.

Auch in der Bibel können wir das Wort „Gewohnheit“ finden. „Jesus ging, wie es seine Gewohnheit war, am Sabbat in die Synagoge.“ (Lukas 4,16b) Er besuchte den Gottesdienst, nicht spontan, weil es ihm gerade danach war. Es war seine Gewohnheit. Von Kindheit an hatte er es geübt. Er schöpfte daraus Kraft. Er sehnte sich danach. Unser Gottesdienstbesuch hängt er ab von unserer Gefühlslage, von unserer Lust oder ob mir gerade danach ist? Ob ich gerade mal nichts anderes vorhabe? Viele Dinge funktionieren nur, wenn man sich daran gewöhnt hat. Der tägliche Blick in die Bibel, das Gespräch mit Gott, - solche Gewohnheiten geben Kraft und Halt im Leben.

Aber es gibt auch noch eine andere Seite, wenn wir über unsere Gewohnheiten nachdenken. Bleiben wir noch etwas bei unseren Gedanken über den Gottesdienst. Sonntagmorgen, Gottesdienst. Wir kommen in die Gemeinde (direkt oder auch per Internet oder Telefon). Gewohnter Ablauf: Begrüßung, Gebet, Lied, Anbetung, Predigt. Wir hören von der Liebe Gottes zu uns, von seinen Verheißungen - viele, viele Male gehört; weil wir es so gewohnt sind. Wo bleibt unser Jubel über Vergebung unsere Dankbarkeit über große und kleine Gebetserhörungen? Reißt es uns noch vom Hocker einem heiligen Gott und liebenden Vater zu begegnen? Das sind Fragen, die sich jeder selbst stellen sollte.

Gotteskinder haben viel Grund, Gott anzubeten und von Herzen zu danken, nicht aus Gewohnheit, sondern aus Dankbarkeit, aus Liebe. „DANKEN bewahrt davor, dass einem die Probleme über den Kopf wachsen.“ (Peter Hahne)

Gott segne Euch und behüte euch.

Eure Heidi Koch.