Andacht Dezember 2018

Neulich bin ich auf eine Geschichte aufmerksam geworden. Eine Geschichte, die auch als Jesu erstes Wunder bezeichnet wird – nämlich die Hochzeit von Kana. (Johannes 2,1-12).

Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen. Auch Maria, die Mutter von Jesus, war da. Jesus nahm sich Zeit, an einer Hochzeit teilzunehmen und mit Menschen zu feiern.

Wir denken öfters, unsere Aufgabe sei zu „wichtig“, als dass wir sie ruhen lassen könnten, um Zeit für andere Menschen zu finden.

In der damaligen jüdischen Gesellschaft wurde eine Hochzeit sieben Tage lang gefeiert. Es wurden viele Gäste eingeladen und viel Essen und Trinken vorbereitet. Doch dann war kein Wein mehr vorhanden, dieses musste für den Bräutigam sehr peinlich sein. Die Diener waren vermutlich aufgeregt und Maria hatte dieses bemerkt. Sie machte Jesus auf diese Not aufmerksam. Maria war klar, dass nun nur Jesus als Gottes Sohn helfen konnte. Die Antwort Jesu seiner Mutter gegenüber irritiert im ersten Moment: „Was habe ich mit dir zu schaffen, Frau. Meine Zeit ist noch nicht gekommen.“

Wenn wir uns heute im Gebet mit Bitten an Jesus wenden, bekommen auch wir nicht immer eine sofortige Gebetserhörung. Manchmal sagt Gott zu uns dann auch „nein“ oder „warte“ – ähnlich wie Jesus in dieser Geschichte zu seiner Mutter. Doch Maria vertraute Jesus, dass er richtig handeln würde. Auch wir sind manchmal in Situationen, die nicht leicht zu verstehen sind und manchmal verstehen wir Gottes Antwort vielleicht auch nicht. Wichtig ist aber, dass wir uns Jesus unterordnen und ihm vertrauen, so wie Maria es in der Geschichte tat.

In der Geschichte handelte Jesus dann doch und tat ein Wunder. Er sagte zu den Dienern, dass sie die sechs Wasserbehälter mit Wasser füllen sollten. Als die Diener das Wasser dann zum Speisemeister brachten, war er von dem Wein begeistert, da er qualitativ so hochwertig war. Er sagte zum Bräutigam: „Man schenkt den besseren Wein zuerst aus, aber du dagegen hast das Beste bis jetzt zurückbehalten.“

Wenn wir Schwierigkeiten haben, ist es am besten, sie nicht aus eigener Kraft meistern zu wollen, sondern sich damit gleich an Jesus zu wenden. So wie Jesus in der Geschichte hochwertigen Wein schenkt, gibt er auch uns im Überfluss über unser Bitten und Verstehen, wenn wir ihm vertrauen.

David T.