Andacht August 2020

„So seid nun besonnen und nüchtern im Gebet. Vor allen Dingen habt untereinander beständige Liebe.“ 1. Petrus 4,7-8

Liebe Geschwister, liebe Freunde

Es ist Sommerzeit: Ferien, Urlaub, Reisen … und doch ist alles irgendwie anders. Einschränkungen, Verzicht, Absagen bestimmen unser Leben. Nicht zuletzt prägt Corona auch unsere Beziehungen, unser Miteinander zu Hause, auf Arbeit, auch in den Gemeinden. Wie kann Gemeindeleben gestaltet werden, dass keiner außen vor bleiben muss? Verschiedene Sichtweisen sorgen für Spannungen und manchmal Eskalationen. Gott gibt uns in seinem Wort Rat, Hilfe, Ermahnung, damit es auf eine gute Weise weiter gehen kann.

1. Seid besonnen und nüchtern zum Gebet. Besonnen und nüchtern beten – nicht unbedingt allen Gefühlen freien Lauf lassen im gemeinsamen Gebet. Im „stillen Kämmerlein“ ist das eher möglich. Gebet ist Beziehung zu und mit Gott pflegen; nicht den anderen erzählen, was man immer schon mal sagen wollte. Auch eine Predigt halten passt nicht ins Gemeindegebet. Es geht um Gott, nicht nur um uns.

2. Vor allen Dingen untereinander beständige Liebe haben. Wie leicht ist das, wenn uns entsprechende Gefühle leiten. Aber wie schwer wird es, wenn unterschiedliche Prägungen und Sichtweisen aufeinander prallen, gegenseitige Verletzungen das Leben belasten, unser altes ICH wieder mal auftaucht?

Jesus hat Liebe gelebt, und durch den Heiligen Geist kann er in uns immer wieder Liebe zum Anderen wirken, also Liebe konkret werden lassen. Liebe, die den anderen ertragen kann, Bereitschaft zur Vergebung und echten Neuanfang schenken kann. Oder Geduld mit dem Bruder, der Schwester und auch mit uns selbst haben, dazu sind wir von Gott berufen mitten in dieser Gesellschaft und auch in der jetzigen Coronazeit.

eure Ursula