Unverbrüchliche Treue

„Ich sage zum HERRN: Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, ich vertraue auf ihn! … Schild und Schutzwehr ist seine Treue.“ (Psalm 91,2+4b)

Gott zu vertrauen ist als erstes eine Entscheidung: Ich will Gott vertrauen. Diese Entscheidung darf wohlüberlegt sein. Es gibt gute Gründe, Gott zu vertrauen. Der Bibelvers beschreibt Gott als Zuflucht und als Burg mit einer unüberwindlichen Mauer. Als Familie schauen wir uns gerne alte Burgen an: die dicken und hohen Mauern, den Schutz für das Burgtor, die Weitläufigkeit der Anlage. Wir schauen nach Schwachpunkten und Angriffsstrategien.

Burgen sind dazu da, sich dort geborgen und sicher zu fühlen bei einem Angriff. Wir dürfen auf Gott so vertrauen wie auf den Schutz einer Burg. Als Familie hat uns die Festung Königsstein in der Sächsischen Schweiz in diesem Punkt besonders gut gefallen: Diese Festung war absolut sicher. Keiner hat je gewagt, sie anzugreifen oder eine Kanonenkugel auf sie zu schießen. Allen war klar, dass ein Angriff aussichtslos ist.

Aber die wenigsten Burgen sind gefallen, weil die Mauern erstürmt wurden oder weil das Burgtor nicht stand gehalten hat: Nein, oft war es Verrat, der dazu führte, dass eine Burg in die Hand der Feinde fiel. Was nützt die sicherste Burg, wenn man sich auf die Menschen darin nicht verlassen kann? Kann es sein, dass Gott mich genauso verrät, mich fallen lässt, wie eine heiße Kartoffel? Nein, er ist treu. Seine Treue ist der Schild, der mich beschützt.

Burgen und Festungen sind irgendwann außer Mode gekommen, weil sie nicht mehr genug Schutz boten. Gottes Treue ist ewig. Da brauche ich keine Angst um die Zukunft haben. Ich darf Gott vertrauen: Er hat mein Leben in der Hand, weil er die Macht dazu hat. Er lässt mich nicht fallen, weil er treu ist.

Michael Howitz