„Suche Frieden und jage ihm nach“ Psalm 34,15

Liebe Geschwister, liebe Freunde

Jeder von uns trägt in sich die tiefe Sehnsucht und Hoffnung, sein Leben in Frieden leben zu können. Doch leider ist das nicht überall so. Kriege zwingen Menschen, ihre Heimat zu verlassen und woanders neu anzufangen. Doch nicht immer werden sie freundlich aufgenommen und neue Konflikte entstehen.

Ein Beispiel: In der Schule sagte eine Schülerin zu mir: „Frau Koch, eigentlich wollte ich nicht weg aus meiner Heimat. Möchten Sie im Krieg leben? Warum verstehen viele Kinder nicht, dass wir friedlich leben wollen, ohne Angst und ohne Bomben. Hier machen wir nichts. Wir lernen und wollen uns mit allen Kindern verstehen und doch wollen uns viele nicht hier haben.“

Ich habe die Schülerin einfach in den Arm genommen, denn in dem Moment hatte ich keine passenden Worte.

Ja, warum gibt es soviel Streit und Hass untereinander? Schon eine Kleinigkeit wie ein Wort vermag uns aus der Ruhe zu bringen oder ein unerfüllter Wunsch lässt Unzufriedenheit in uns aufkeimen. Streit kann Beziehungen zerstören, Neid und Missgunst schwächt die Arbeitskraft, Machtgelüste bringen Unfrieden. Die Aufzählung ließe sich endlos fortsetzen.

Gerade weil Frieden keine Selbstverständlichkeit ist und schnell seine Tragfähigkeit verliert,
ist der unaufhörliche Aufruf zu seiner Bewahrung im wahrsten Sinne des Wortes notwendig.

Was kann ich tun, um Frieden zu bewahren? Wenn ich den anderen verstehen lerne, wenn ich mich selbst nicht so wichtig nehme und den Mitmenschen als gleichwertig ansehe, wenn ich auf den Anderen zugehe, ihm die Hand zur Vergebung reiche und mit ihm Freundschaft schließe; dann bewahre ich den Frieden.

„Wendet euch ab von allem Bösen und tut Gutes! Setzt euch unermüdlich und mit ganzer Kraft für den Frieden ein!“ Psalm 34,15

Das ist eine große Herausforderung, aber mit der Hilfe des Friedensstifters Jesus können wir es schaffen.

in liebevoller Verbundenheit eure Veronika